Krisenursachen

Basisanalyse der Krisenursachen

Basis für die erfolgreiche Bewältigung aller Herausforderungen bei Unternehmenskrisen ist die intensive Analyse der Krisenursachen. Ohne diese genaue Ursachenanalyse fehlt der Ansatzpunkt zum Einleiten einer erfolgreichen Restrukturierung.


Häufigste Krisenursachen in der Praxis und in allen Statistiken sind Managementfehler. Ca. 80% aller Krisen gehen auf diese Ursache zurück.


In einer immer schneller werdenden und sich permanent dynamisch veränderten Umwelt ist für erfolgreiche Unternehmen zwingend erforderlich, sich ständig neuen Herausforderungen zu stellen und sich einem dauernden Anpassungsprozess zu unterziehen.

 

Gelingt es dem Management nicht diese Veränderungen wirkungsvoll und vor allem rechtzeitig einzuleiten, kommt es häufig zur Krise.


Eine Krise fußt jedoch niemals auf einzelnen Faktoren sondern ist, in nahezu allen Fällen auf eine Vielzahl krisenverursachender Faktoren in mehrstufigen Ursachen- Wirkungs- Konstellationen, zurück zu führen.

 

Die folgende Grafik gibt einen kleinen Überblick über die Systematisierung typischer Krisenfaktoren unter Berücksichtigung der statistisch am häufigsten genannten „Misserfolgsmuster":

 

Ursachen für Krisen bei Unternehmen Nachfragerückgang, Wettbewerbsveränderungen, Ineffizienz Ursachen für Unternehmenskrisen

Unzureichende Reaktion auf Nachfragerückgänge

Die unzureichende Reaktion auf Nachfragerückgänge in Form von Konjunktur- und Branchenkrisen sowie auf Veränderung der Kundenanfrage, stellen mit die häufigste Krisenursache dar.


Ein typischer Ablauf ist, dass dem Nachfragerückgang eine Preissenkung und eine „Rabattschlacht" folgen.


Da die Fixkostenstrukturen nicht schnell genug angepasst und keine neuen attraktiven Produkte auf den Markt gebracht werden, führt dies zwangsläufig zu Verlusten.

Unzureichende Reaktion auf Veränderungen des Wettbewerbs

Statistisch gesehen, sind bei nahezu der Hälfte aller Krisenfälle unzureichende Reaktionen auf Veränderungen des Wettbewerbsumfeldes, mit ursächlich.


Diese können zum Beispiel sein:
Wettbewerb aus Billiglohnländern, neue Technologien oder neue Geschäftsmodelle, neue Konzepte und Produkte.


Typische Beispiele sind die Erfolge von Discountern, den sogenannten „Categoriekillern" (wie z. B. Ikea, H&M) und natürlich den großen Internet-Plattformen (wie z. B. Amazon), die dem Facheinzelhandel sowie den Kaufhäusern sehr große Konkurrenz bereiten.

Überexpansion

Expansionen durch Zukäufe können in Krisen enden, da eine nicht verkraftbare Verschuldung aufgebaut wird, eine unzureichende Integration stattfindet und die Strukturen nicht in ausreichendem Maß angepasst werden.


Oft wird hier ein gesundes Kerngeschäft - durch Verluste und negative Tendenzen aus den akquirierten Unternehmenszweigen/Unternehmen - nach einigen Jahren ebenfalls negativ.

Ineffizienzen

Unzureichende Controllingsysteme können zu einem „Blindflug" des Unternehmens führen.

Die Folge ist, dass Verlustquellen nicht rechtzeitig entdeckt und behoben werden.

Es bestehen häufig keine ausreichenden Management / Kosten- und Wertschöpfungsstrukturen


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